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Gesundheitswirtschaft in Dänemark: Landeszentrum Gesundheit NRW gemeinsam mit NRW-Unternehmen auf Markterkundung 

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von fünf NRW-Unternehmen war das Clustermanagement Gesundheitswirtschaft im Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) im Rahmen der "Week of Health and INNovation" (WHINN) vom 20.-22. Oktober 2015 zu Gast in Odense (Dänemark).

Auf der Agenda der vom LZG.NRW gemeinsam mit NRW.International, der Außenwirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, veranstalteten dreitägigen Unternehmensreise stand neben der Teilnahme am Kongress "Hospital + Innovation" auch ein vom LZG.NRW für die Teilnehmenden individuell zusammengestelltes Programm, bestehend aus Besuchen diverser Einrichtungen sowie Fachgesprächen mit Expertinnen und Experten rund um das aktuelle Krankenhausbauprogramm in Dänemark. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten hierbei u. a. einen Überblick über das bevorstehende Bauprogramm und wurden über die Möglichkeiten und Voraussetzungen für die Beteiligung an den entsprechenden Ausschreibungsverfahren informiert.

Der dänische Gesundheitsmarkt bietet in den kommenden Jahren ein großes Marktpotential. Im Rahmen eines umfassenden Masterplans sollen bis 2020 knapp 5,6 Mrd. Euro in die Modernisierung und den Bau neuer Kliniken investiert werden. Ein Großteil der Investitionen fließt dabei in Medizin- und Informationstechnik. Die größten Projekte werden in Odense (ca. 850 Mio. Euro Projektvolumen), Aarhus (ca. 850 Mio. Euro), Køge und Nordsjælland (je ca. 550 Mio. Euro) sowie Kopenhagen (ca. 400 Mio. Euro) realisiert. Weitere Planungen umfassen die Realisierung von ambulanten Zentren und Reha-Einrichtungen. Aber auch eHealth- und telemedizinische Anwendungen werden verstärkt von der dänischen Regierung nachgefragt. Insofern eröffnete die Unternehmensreise den KMU Chancen zur Erschließung neuer Marktpotentiale und bot beste Voraussetzungen für einen möglichen Markteintritt in Dänemark.

Bereits vor Ort konnten die nordrhein-westfälischen Unternehmen erste konkrete Vereinbarungen mit dänischen Geschäftspartnerinnen und -partnern treffen und Termine für eine Intensivierung der geknüpften Kontakte fixieren. Ein positives Fazit der Unternehmensreise nach Dänemark zog Laurent Vermeersch, Leiter Export bei der Schmitz & Söhne GmbH & Co. KG aus Wickede, einem mittelständischen und in vierter Generation inhabergeführten Unternehmen, das auf Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von medizintechnischem Mobiliar für Krankenhäuser und Arztpraxen spezialisiert ist: "Die Veranstalter haben es geschafft, uns in sehr kurzer Zeit die richtigen Ansprechpartner zu präsentieren, die wir sonst niemals so komprimiert getroffen hätten."

Anja Sophia Middendorf, Fachbereichsleiterin Gesundheitswirtschaft und Clustermanagerin im Landeszentrum Gesundheit NRW, war ebenso von den positiven Gesprächen während des Aufenthaltes in Dänemark beeindruckt und sieht für nordrhein-westfälische Unternehmen der Gesundheitswirtschaft weitere Kooperationsmöglichkeiten, die es zu nutzen gilt: "Über bestehende Kooperationen hinaus, wie das Beispiel der neuen Testanlage für Operationssäle im Science Park "Syddanske Forskerparker" in Odense zeigt, bei dem auch Innovationen aus Nordrhein-Westfalen zum Einsatz kommen, gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte für die NRW- Unternehmen der Gesundheitswirtschaft und speziell der Medizintechnik. Dänemark und Deutschland können dabei voneinander profitieren und die gemeinsamen Herausforderungen der Zukunft angehen, die beide Länder gleichermaßen betreffen. Der dänische Markt für Medizin- und Rehabilitationstechnik im Allgemeinen sowie der aktuelle Krankenhaus-Masterplan im Speziellen versprechen dabei nordrhein-westfälischen Unternehmen wachsende Absatzchancen" betonte Middendorf, die mit diversen Eindrücken und Ideen für zukünftige Kooperationen im Gepäck aus Dänemark zurückkehrte.

Für 2016 ist ein Gegenbesuch von Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher dänischer Institutionen in Nordrhein-Westfalen beabsichtigt – eine gute Gelegenheit, diese vor Ort von den Produkten und Lösungen für die Gesundheitswirtschaft "Made in NRW" zu überzeugen.