Neuer Projektaufruf des MGEPA
"Altersgerechte Versorgungsmodelle, Produkte und Dienstleistungen" | mehr
Gesundheitswirtschaft Nordrhein-Westfalen
Mit mehr als einer Million Beschäftigten ist die Gesundheitswirtschaft Wachstums- und Innovationsmotor für Nordrhein-Westfalen. Eine hochwertige Gesundheitslandschaft profitiert von Exzellenzen in Technologie, Forschung und Versorgung.
Nordrhein-Westfalen positioniert sich im Innovationswettbewerb der Gesundheitsregionen mit wegweisenden Lösungen. Schon heute schaffen die Akteure der Branche mit ihrem Gesundheits-Know-how zukunftsfähige Arbeitsplätze und die Basis für eine internationale Wettbewerbsfähigkeit. Eine innovative Krankenhauslandschaft kooperiert intensiv mit Versorgungs- und Zuliefernetzwerken. Niedergelassene Gesundheitsspezialisten arbeiten mit Krankenhäusern, Unternehmen der Medizintechnik oder Anbietern der gesundheitsbezogenen Synergiebereiche (z.B. Wohnungswirtschaft, Ernährung) bei der Gestaltung neuer Angebote eng zusammen.
Ein wichtiges Themenfeld dieser zukunftsweisenden Zusammenarbeit sind neue patientenorientierte Versorgungslösungen, die den demografischen Wandel berücksichtigen. Damit werden der Paradigmenwechsel zur Präventionsmedizin und die Zukunft der Rehabilitation unterstützt.
Schon heute arbeiten in der Gesundheitswirtschaft in Nordrhein-Westfalen mehr als 1,1 Millionen Beschäftigte, davon ca. 880.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, ca. 160.000 geringfügig Beschäftigte und ca. 61.700 Selbständige. 2008 wurde in der Gesundheitswirtschaft ein Umsatz von 52,4 Milliarden Euro generiert.
Während in den Jahren 2003 bis 2007 die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen um insgesamt 1,2 Prozent zurückging, nahm die Zahl der Beschäftigten in der Gesundheitswirtschaft um 1,9 Prozent zu. In der stationären/teilstationären Versorgung arbeiten 289.896 Menschen, in der ambulanten Versorgung 276.934. In der stationären/ambulanten Altenhilfe sind 240.067 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ausgewiesen, im Gesundheitshandwerk arbeiten 43.124 Spezialistinnen und Spezialisten.
Die Gesundheitswirtschaft bleibt auch für die Zukunft eine Wachstumsbranche. Im Jahr 2006 wurden in Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern 3,93 Millionen Fälle mit einem Budgetvolumen von 13,19 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Prognose für 2020 geht von einem Zuwachs der Fälle um 7,4 Prozent aus.
Neben der medizinischen Versorgung ist Nordrhein-Westfalen auch ein wichtiger Standort für Forschungs- und Wissenschaftsaktivitäten: An den sieben medizinischen Fakultäten und einer privaten Hochschule bilden rund 700 Professorinnen und Professoren etwa 18.000 Studierende aus. Über die Universitätskliniken und die rund 80 Lehrkrankenhäuser hinaus haben vier Max-Planck-Institute, das Forschungszentrum Jülich, vier Leibniz-Institute, verschiedene Fraunhofer-Institute sowie kleine, mittlere und Großunternehmen ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert derzeit 244 Sonderforschungsbereiche im ganzen Bundesgebiet. Im Vergleich der Bundesländer untereinander liegt Nordrhein-Westfalen auf dem ersten Platz mit fast einem Viertel aller Forschungsbereiche: Auf Nordrhein-Westfalen entfallen 57 Sonderforschungsbereiche, gefolgt von Bayern mit 41.




