Neuer Projektaufruf des MGEPA
"Altersgerechte Versorgungsmodelle, Produkte und Dienstleistungen" | mehr
Die Gesundheitsmetropole Ruhr umschließt das Gebiet der Städte Bochum. Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen sowie vier Kreise, nämlich den Ennepe-Ruhr-Kreis, den Kreis Recklinghausen, den Kreis Unna und den Kreis Wesel. Mit 5,3 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 4.400 Quadratkilometern ist die Gesundheitsmetropole Ruhr die bevölkerungsreichste und –dichteste der Gesundheitsregionen. In 2009 wurden hier über 305.000 Beschäftigte in der Gesundheitswirtschaft gezählt.
„Die Kliniken werden sich weiter öffnen – in der wohnortnahen Versorgung und Betreuung wie auch in Entwicklungspartnerschaften mit Wissenschaft und Industrie.“ (Jürgen Hellmann, MedEcon Ruhr e. V.). Die Gesundheitsregion wird koordiniert durch MedEcon Ruhr e. V.
Vor dem Hintergrund seiner dichten und hochspezialisierten Kliniklandschaft hat MedEcon Ruhr als Netzwerk der Gesundheitswirtschaft im Ruhrgebiet die Themen-patenschaft „Klinikwirtschaft“ übernommen. Das Handlungsfeld umfasst die Kliniken selbst und deren Zulieferer, Ausrüster und Dienstleister sowie deren wirtschaftliche Partner aus anderen Bereichen der Gesundheitswirtschaft. Die Klinikwirtschaft lässt sich entlang von zwei Typen von Wertschöpfungsketten unterscheiden:
- Medizinisch-pflegerische Versorgungsketten, in deren Mittelpunkt personenbezogene Dienstleistungen stehen und in denen die Kliniken mit Gesundheits- und Versorgungszentren, ambulanten Diensten bis hin zu Einrichtungen der Altenpflege oder der Wohnungswirtschaft verbunden sind.
- Klinische Zuliefer- und Vorleistungsketten, in deren Mittelpunkt die für die medizinische Versorgung erforderlichen Faktoren des Klinikbetriebs stehen – Gebäude, Betriebsorganisation, medizintechnische und betriebstechnische Ausrüstung etc.
Das „Gesamtsystem Krankenhaus“ steht im Zentrum der Themenpatenschaft „Klinikwirtschaft“. Aus der Clusterforschung ist bekannt, dass der Quantität und Qualität der regionalen Nachfrage eine entscheidende Bedeutung zukommt. Obwohl dies gerade in der Gesundheitswirtschaft evident ist, dominierten hier bislang primär technologiegetriebene und faktorbasierte Clusterbildungen. Bislang wurden die Potenziale der Klinikwirtschaft nur unzureichend genutzt. Strukturpolitische Mechanismen und Instrumentarien sind noch nicht hinreichend entwickelt und es liegen bislang kaum tragfähige Ansatzpunkte zur systematischen Entwicklung der Klinikwirtschaft vor. Clusterentwicklung im Bereich der Gesundheitswirtschaft vollzog sich bislang eher fragmentiert derart, dass selten Verknüpfungen zwischen dem Bereich der klassischen Gesundheitsversorgung und den technologie-fokussierten Feldern angestrebt wurden. Darüber hinaus fanden große Teile des klinischen Zuliefer- und Vorleistungsbereichs nur selten Berücksichtigung im Rahmen strukturpolitischer Aktivitäten.
Ziel der Themenpatenschaft „Klinikwirtschaft“ ist die nachhaltige Entwicklung klinikwirtschaftlicher Versorgungs- und Zuliefernetzwerke entlang von Wertschöpfungsketten in einer metropolitanen Wirtschafts- und Gesundheitsregion, die deutschlandweit erstmals, modellhaft und prototypisch in der Metropole Ruhr realisiert werden soll. Strategischer Kern der gesundheitswirtschaftlichen Clusterbildung ist die Realisierung von Entwicklungs- und Systempartnerschaften zwischen Kliniken, ihren gewerblichen Zulieferern und Partnern in der Gesundheits-versorgung sowie wissenschaftlichen Einrichtungen. Das Projekt „Konzept- und Modellentwicklung zur Verwertung klinischer Innovationen“ fokussiert die Themen-patenschaft auf ein spezifisches Innovationsfeld: Es geht um die Frage, wie innovative Ideen und Ansätze klinischer Mitarbeiter, Zirkel und Gruppen in syste-matischer Weise einer (wirtschaftlichen) Verwertung zugeführt werden können. Das Projekt zielt demenentsprechend auf Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Mechanismen klinischen Innovationsmanagements. Es leistet damit einen zentralen Beitrag und eine Vertiefung zu bestehenden Aktivitäten und Förderprojekten der Region, wie zum Projekt „Klinikcluster Ruhr“ oder zum „Hospital Engineering“ -Verbund.
Kompetenzfelder der Region
In der Gesundheitsregion wird auf die folgenden Kompetenzfelder gesetzt:
- Klinikwirtschaft und Integrierte Versorgung
- Prävention und Rehabilitation
- Gesundheitsversorgung und Demografie
- Lebenswissenschaften und Medizinische Forschung
Gesundheitsmetropole Ruhr – Marktplatz für Innovation und Investition
Klinikmetropole und integrierte Versorgung
Die Gesundheitsmetropole Ruhr gehört hinsichtlich der Größe, Dichte und Vielfalt der Kliniklandschaft zur europäischen Spitze. Rund 130 Krankenhäuser erwirtschaften einen Jahresumsatz von über 5 Milliarden Euro. In der Beteiligung an klinischen Studien liegt die Region deutschlandweit auf Platz 1. Spitzenmedizinische Leistungen in Diagnose, Therapie und Rehabilitation genießen internationales Ansehen. Aber die Region ist auch führend in der Realisierung integrierter Versorgungskonzepte in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, Pflegeheimen, ambulanten Diensten und Apotheken.
Vom Absatzmarkt zum Referenzmarkt
5,3 Millionen Einwohner, 130 Krankenhäuser, 9.000 Haus- und Fachärzte, 1.100 Pflegeheime und ambulante Dienste und 1.400 Apotheken verweisen auf ein milliardenschweres Nachfragepotenzial an gesundheitsbezogenen Produkten, Technologien und Dienstleistungen. Kein Wunder, dass die Region als Handelsstandort für Medizinprodukte und medizinwirtschaftlichen Service stark positioniert ist. Immer enger werden die Verbindungen zwischen dem Handels- und dem Wissenschaftsstandort. So besitzt die Gesundheitsmetropole Ruhr eine herausragende Position als Anwenderregion für neue Technologien und Dienstleistungskonzepte. Dies beflügelt zunehmend regionale Produkt- und Unternehmensentwicklungen.
LifeTec meets HealthCare
Investoren aus der Gesundheitswirtschaft treffen im Ruhrgebiet auf eine Vielzahl zukunftsträchtiger Highlights. Ist die Region zwar kein klassischer Standort von Medizin- und Biotechnologie, so sind medizinisch orientierte Ausgründungen und Diversifizierungen ihre Stärke. In der Informationstechnik und in der Mikrosystemtechnik, in der Molekularmedizin und der Biochemie finden sich hierfür namhafte Beispiele. Die Region bietet eine hervorragende Plattform für die Umsetzung klinisch-wissenschaftlicher Innovationen in marktfähige Produkte und Dienste.
Vorreiter für Prävention und Lebensqualität im Alter
Die Metropole Ruhr ist Vorreiter bei der Bekämpfung großer Volkskrankheiten und bietet eine Fülle innovativer Angebote aus den Bereichen Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation. Mit Produkten und Diensten für mehr Lebensqualität im Alter wird dabei gezielt auch auf die Potenziale der Seniorenwirtschaft gesetzt. Auch hier spielen „Nachbarbranchen“ eine zunehmend bedeutende Rolle auf dem Gesundheitsmarkt, z.B. die Wohnungswirtschaft. Dass die Region der übrigen Republik im Prozess des Älterwerdens der Gesellschaft 5 Jahre voraus ist, wird zum Standortvorteil der Gesundheitsmetropole Ruhr.
Besondere Projekte / Innovationen
- Westdeutsches Prothonentherapie- bzw. Herzzentrum,
- Internationale Krankenhausausstellung,
- 7-Tesla Ganzkörper Forschungs-MRT,
- Prosper-Verbund der Knappschaft (Intergrierte Versorgung),
- Modellregion (Bochum-Essen) zur Einführung der eGK,
- Grönemeyer Institut für Mikrotherapie,
- Medical Park Ruhr (Komplementärmedizin),
- BioMedTriangle Ruhr (F&E),
- Fraunhofer Verbund (Hospital Engineering),
- Preisgekröntes Zuweiserportal „Jesaja“ der ISPro GmbH,
- MST-Factory (Mikrosystemtechnik),
- In Haus I+II (Seniorenwirtschaft),
- GenerationenZukunft (Seniorenwirtschaft),
- Herzensangelegenheiten im Revier (Prävention),
- Lebenswissenschaftliche Innvationsplattform (Proteomics, Genomics, Systembiologie),
- Max-Planck Institut für molekulare Physiologie,
- WHO-Projekt Age-Friendly-Cities,
- Transparenzinitiative Spitzenmedizin,
- Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft (Startbahn MedEcon Ruhr),
- Kompetenznetz Krankenhäuser (Qualifizierung),
- Bildgebungsverbund Ruhr und
- diverse medizinische Fachkongresse.
Inhaltliche Koordinaten:
- Klinikwirtschaft & Integrierte Versorgung,
- Vorleistungs- & Zuliefernetzwerke,
- Prävention & Rehabilitation,
- Gesundheitsversorgung & Demographie und
- Lebenswissenschaften & Medizinische Forschung.
Regionale Kooperationen
- Ostwestfalen-Lippe: Projekt Brückenschläge,
- Gründungsmitglied im Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen (NDGR) und
- Bio-Regionen NRW.
Publikationen:
- Äskulaps Erben,
- Klinikführer Rhein/Ruhr,
- Gesundheitsmetropole Ruhr – Entwicklungskonzept,
- Gesundheitsmetropole Ruhr – Zahlen, Daten, Fakten,
- Klinikmonitor Metropole Ruhr,
- Trendreport Klinikwirtschaft Ruhr,
- Ruhrguide Bildgebung,
- Ruhrguide Medical IT und
- Betriebliche Initiative gegen den Plötzlichen Herztod.
Kontakt & Ansprechpartner:
MedEcon Ruhr e. V.
Ulf Stockhaus
Universitätsstr. 142
44799 Bochum
Tel.: 0234 97836-70
E-Mail: stockhaus(at)medeconruhr(dot)de
Link
MedEcon Ruhr e. V.
www.medeconruhr.de




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